Gerätehaus

Bereits Anfang der achtziger Jahre wurde in der Freiwilligen Feuerwehr Laineck und speziell in der damaligen Vorstandschaft, der dringend notwendige Neubau eines Feuerwehrgerätehauses diskutiert. Das alte Gerätehaus, im Jahre 1940 erbaut, war für die Unterbringung der gesamten Wehr (65 Aktive) nicht mehr geeignet.

Fehlende Sanitäranlagen sowie eine nicht vorhandene Heizung und ein äußerst ungünstiger Standort im Ortszentrum in einer unübersichtlichen Kurve, waren die Hauptkriterien für einen Neubau an anderer Stelle. Ebenso war durch die vorgegebene Deckenhöhe (2,82 m) und die Torhöhe (2,68 m), ein umfangreicher Umbau nicht sinnvoll.

Mit der neuen Bedarfplanung der Freiwilligen Feuerwehr Laineck für den Zehnjahresplan, wurde durch den damaligen Kommandanten Werner Lauterbach am 20.12.1984, der Wunsch eines Gerätehausneubaues, schriftlich der Stadt Bayreuth mitgeteilt.

Die Stadt Bayreuth teilte der Feuerwehr Laineck im Januar 1985 den Eingang sowie die Bearbeitung der Bedarfsmeldung mit.
In den folgenden Jahren traten erste Änderungen in der Vorstandschaft ein. Es wurden immer mehr jüngere Kameraden in die Vorstandschaft gewählt und diese neue Generation war nicht mehr so geduldig. In zahlreichen Sitzungen wurden von den "Jüngeren" der dringend notwendige Neubau eines Feuerwehrgerätehauses gefordert. Gleichzeitig wurden sich Gedanken über einen eventuellen Standort, sowie über die notwendige Baugröße gemacht.

Durch unser Schreiben vom 03.12.1986 mit Hinweis auf die Bedarfsmeldung von 1984, wurde durch den damaligen Kommandanten Werner Lauterbach, der Antrag auf Neubau eines Feuerwehrgerätehauses gestellt. Gleichzeitig wurde ein neuer Standortvorschlag und ein Rohentwurf zum Raumprogramm beigelegt. Zweieinhalb Jahre vergingen mit Schriftverkehr zwischen der Stadt Bayreuth und der Freiwilligen Feuerwehr Laineck. Ein Lichtblick war eine Ortsbesichtigung mit dem damaligen Referenten Dr. Dieter Mronz, dem damaligen Stadtratsmitglied Max Rieß und den Führungskräften der Freiwilligen Feuerwehr Laineck.

Leider hatte sich unsere Grundstücksvorstellung als nicht geeignet erwiesen. Es wurde jedoch, durch das Planungsamt, Alternativvorschläge gebracht, welche sich für eine sinnvolle Nutzung eigneten. Nach verschiedenen Gesprächen mit allen Beteiligten, sowie der regen Unterstützung des Oberbürgermeisters Dr. Dieter Mronz, konnte endlich im Jahr 1990 das passende Grundstück mit der Flur-Nr. 202 durch die Stadt Bayreuth von dem Lainecker Bürger Alfred Rieß erworben werden. Unzählbare Einzelgespräche mit der Stadt Bayreuth, der Regierung, den Nachbarn, den Führungskräften der Freiwilligen Feuerwehr und den verschiedenen Ämtern waren nötig, um alle Meinungen, Wünsche und Anregungen untern einen Hut zu bringen; das ganze unter dem dringenden Aspekt der Finanzierbarkeit.

Alle haben hier an einem Strang gezogen und nur dadurch ist es uns gelungen, in doch sehr kurzer Zeit, eine realisierbare Lösung zu finden. Am 12. 10.1992 wurde dem damaligen Kommandanten Benno Zapf durch ein Schreiben des Oberbürgermeisters Dr. Dieter Mronz mitgeteilt, dass der Stadtrat in seiner letzten Sitzung auf Vorschlag des Oberbürgermeisters beschlossen hat, die Planungsmittel für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Laineck zu verwenden.

Die Freude bei den Kameraden bei der Freiwilligen Feuerwehr Laineck war entsprechend groß und es wurden sofort die ersten Arbeiten in Angriff genommen. In den Vorgesprächen und in der Planungsphase wurde eine Eigenleistung in Höhe von 100.000 DM zugesagt.

Keiner konnte sich zu diesem Zeitpunkt vorstellen, wie der Bauablauf von statten geht und welche Belastungen auf den einzelnen zukommen würden. FF Laineck - GH Grundriss Im Jahre 1992 wurden entsprechende Vorleistungen bis zur Erstellung der Boden platte erbracht. In diesen ersten Monaten wurde der komplette Abwasserkanal einschließlich Schächten in Eigenleistung gebaut und die Bodenplatte in Eigenleistung betoniert. Die einzige Fremdleistung war die Fundamentierung.

 

Voller Zuversicht wurde nach einer dreiwöchigen Baupause, am 18.01.1993 die Arbeit wieder aufgenommen. Jetzt waren die Maurer der Freiwilligen Feuerwehr Laineck gefragt. Beim größten Schneetreiben standen die Maurer ungeschützt auf dem Gerüst und legten Schicht für Schicht. Trotz schlechtester Wetterbedingungen konnten wir bereits Ende Februar die Fertigstellung der Arbeiten bis Unterkante Decke melden. Die Rohbetondecke und die Rohtreppe waren wieder an eine Firma vergeben.


Für die Kameraden der Feuerwehr war dadurch eine Verschnaufpause von vier Wochen angesagt. Nahtlos wurde durch eine andere Firma in handwerklich hervorragender Weise der Dachstuhl aufgesetzt. So konnte die Wehr am 02.04.1993 wie vorgesehen das Richtfest durch den Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz, mit vielen interessierten Lainecker Bürgern feiern.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Feuerwehr bereits 1265 Stunden an Eigenleistung erbracht.

Der Innenausbau, welcher mehr oder weniger unauffällig, versteckt hinter den Mauern stattfand, hat sehr, sehr viele Wochen der intensivsten Arbeit gekostet. Die vielen Arbeiten die notwendig waren um ein fertiges, funktionsfähiges und sauberes Gebäude herzustellen, können nur diejenigen beurteilen, die selbst damit beschäftigt waren. Erst nachdem der Außenputz angebracht wurde und mit den Außenanlagen begonnen wurde, sah man, was an der Baustelle voran ging. Da immer wieder Bereiche während der gesamten Bauphase durch Fremdfirmen ausgeführt werden mussten, war es unbedingt notwendig, ständig langfristig zu planen, Termine zu setzten und diese Termin auch im Sinne eines reibungslosen Bauablaufes einzuhalten. Dies konnte nur durch die hohe Flexibilität der Bauleitung gelingen. Dieser und den beteiligten Firmen, welche Termine sehr genau einhielten, ist es zu verdanken, dass die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Laineck fast ununterbrochen in den Eigenleistungsbereichen arbeiten konnten.

Es wurde 12488 Eigenleistungsstunden erbracht. In dem ganzen Jahr war die Baustelle fast täglich besetzt. Über 100 Helfer und Helferinnen wurden bei den Eigenleistungen erfasst. Obwohl viele Arbeiten ausgeführt wurden, für die keine gelernten Fachkräfte zu Verfügung standen, wurde in hervorzuhebender Gemeinschaftsleistung erstaunliches vollbracht. Alle haben ihre Fähigkeiten, ihre Fertigkeiten und ihr Wissen untereinander weitergegeben und sich gegenseitig ergänzt.
An verschiedenen Tagen waren über 30 Helfer und Helferinnen gleichzeitig auf der Baustelle und es gab während der gesamten Bauzeit keinerlei Streitigkeiten, obwohl bedingt durch die hohe Helferzahl immer wieder unterschiedliche Meinungen und Wünsche auftraten.

Am 23. und 24.10.1993 feierte die Freiwillige Feuerwehr Laineck die Fertigstellung und Übergabe des Feuerwehrgerätehauses, gleichzeitig mit ihrem 120. Geburtstag. Dieses Wochenende war ein Meilenstein in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Laineck.

Im laufe der Jahre zeigten sich fortlaufend immer wieder Platzprobleme. Durch leere Kassen der Kommunen und wenig Aussicht auf eine möglichst rasche Lösung durch die Stadt Bayreuth, fiel nach vielen Diskussionen, Planskizzen usw. der Startschuss für das Projekt Garagenbau.

Am wurde damit begonnen, die bis dahin an dieser Stelle vorhandenen PKW-Stellplätze zurückzubauen. Nach entfernen der Rasengittersteine konnte unverzüglich mit dem Bau des Schnurrgerüstes begonnen werden. Nach Abschluss der Fundamentierungsarbeiten, konnten die beiden kostengünstig erworbenen Fertiggaragen an Ihren Platz gesetzt werden. Hier war nun der erste Kraftakt geschafft.

Nun kam die Zeit für unseren „Holzwurm“, unseren damaligen 1. Vorsitzenden D. Kurth. Er musste der Dachstuhl geplant, das Holz organisiert, vorbereitet und natürlich aufgerichtet werden. Durch die tatkräftige Unterstützung vieler Kameraden konnte am Richtfest gefeiert werden. Dieser kurzen Feierstunde folgten die Arbeiten an der Dachverschalung, das Eindecken des Daches, Pflasterarbeiten sowie Holzverkleidungsarbeiten im Zwischenraum und die Installation im Innenbereich.

 Dieser nicht gerade kleine Kraftakt wurde zu 100% ausschließlich durch eigene Finanzmittel des Vereines und durch die Zeit, Kraft und Mühen der Kameradinnen und Kameraden der FF Laineck gestemmt. Seitens der Stadt Bayreuth wurden wir Tatkräftig bei der Baugenehmigung und notwendigen ‚Plänen unterstützt. Im Jahre 2010 wurde ein Großteil der Elektro- sowie Wasserinstallation den aktuellen Gegebenheiten angepasst.

Im konnte zusätzlich zum Schaukasten am ehemaligen Gerätehaus in der ein weiterer Schaukasten, welcher die Bürgerinnen und Bürger Lainecks über Neuigkeiten Rund um die Lainecker Feuerwehr auf dem laufenden hält, am Gerätehaus in der Warmensteinacherstr. Aufgestellt werden.

Trotz des Baues der Garagen, wurde im Laufe der Jahre ein Erweiterungsbau des Gerätehauses immer notwendiger.

Gerätehausanbau

Im Sommer 2005 konkretisierten sich die Überlegungen zu den Platzproblemen im Gerätehaus. Eine Lösung des Problems durch einen Anbau waren aus unserer Sicht dringend notwendig. Somit wurde ein Antragskonzept, welches im Oktober 2005 bei einem Gespräch mit dem damaligen Stadtbrandrat (SBR) Erich Distler Zustimmung fand, erstellt. Aus feuerwehrtechnischer Sicht des SBR ist ein Anbau erforderlich, eine Unterstützung bei einem Antrag an die Stadt Bayreuth wurde zugesichert.

Ein Antrag auf Errichtung eines Anbaues am bestehenden Gerätehaus wurde bei der Stadt Bayreuth eingereicht und am 23.11.2005 in einem Gespräch mit Herrn Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz und maßgebenden Herren der Stadtverwaltung besprochen. Am Ende der Besprechung standen die Zeichen zunächst nicht sehr gut. Platzprobleme könnten mit einer „kleinen Wellblechgarage“ behoben werden, Anbau erst nach Fertigstellung Integrierte Leitstelle (frühestens 2011), usw. waren Aussagen in der Gesprächsrunde.

Stadtrat Heinz Hofmann nahm sich der Sache an und brachte am 15.06.2006 einen offiziellen Antrag in den Geschäftsgang des Stadtrates ein. Bei einem darauf folgenden Ortstermin im Juni 2006 sichert Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl zu, Mittel für einen Anbau in den Haushalt 2007 einzustellen.

Im Dezember 2006 stellten Stadträtin Karin Heimler und Stadtrat Jörg Grieshammer einen Unterstützungsantrag.

Bereits im Januar 2007 wurden die Haushaltsmittel in Höhe von 125.000,-€ für den Anbau durch den Stadtrat genehmigt. Seitens der FF Laineck wurde eine Beteiligung in Form von Eigenleistung inHöhe von ca. 25.000,-€ erwartet und auch zugesichert.

Im Jahre 2007 folgten fortlaufend Besprechungen und Planungen im Hochbauamt mit dem Leiter des Amtes Herrn Will und mit dem zuständigen Bauleiter Herrn Fraas.

Der Baubeginn wurde auf Frühjahr 2008 8nach Ende der Frostperiode) terminiert und mit einem Beginn der Erdarbeiten am 14.04.2008 auch gehalten werden. Knapp 4 Wochen später konnte bereits mit dem Aufrichten des Dachstuhles, das Richtfest gefeiert werden.

Wie auch bereits beim Gerätehausbau konnten wir uns mit Eigenleistungen in Fast allen Gewerken stark beteiligen. Dies waren: Dachschalung, Lattung und Eindeckung, Isolierung, Dampfsperre, Zwischendecke, Gipskartonarbeiten, Tapezieren, Verputzen der alten Außenmauern, Malerarbeiten im EG und OG, Einbau einer Trockenbau-/ Regalwand, Unterstützung Fußbodenleger, komplette Elektroinstallation, Wiederherstellung der Außenwasserleitung, Ausbau der Alten Tore Pflasterarbeiten vor den Toren und an der Nordseite.

Und da wir bereits am Arbeiten waren, wurden sämtliche Räume im Gerätehaus (außer Werkstatt und Schlauchlager) sowie die komplette Außenfassade neu gestrichen.

Somit wurde durch den Einsatz von 45 Helfern, die aus allen Vereinsbereichen und auch außerhalb des Vereines kamen, bis zum 01.12.2008 1700Std (Wer ca. 34.000,-€) an Eigenleistung für Arbeiten in und am Gerätehaus erbracht.

Zusätzlich zu den vielen freiwilligen Stunden der Mitglieder wurde der Anbau auch finanziell durch den Verein mit etwa 7.000,-€ unterstützt (Beteiligung an Sektionaltoranlage, Anschaffung Werkzeuge, Getränke und Verpflegung, Sockelbleche, usw.)

Leider haben nicht alle arbeitswilligen Helfer etwas zu tun bekommen. Aber es war klar, dass bei einem Anbau nicht die große Anzahl von Helfern eingesetzt werden kann, wie es beim Bau im Jahr 92/93 der Fall war. Wenn größere Arbeitsaktionen anstanden, hat es genügt eine Liste im Gerätehaus aufzuhängen und ruck zuck standen freiwillige Helfer in ausreichender Anzahl darauf. Dies war mal wieder mehr als beachtlich.

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